30 erprobte Tipps um dafür die Sauberkeitserziehung

Sauberkeitserziehung

Die geheimen Tipps erfolgreicher Mütter

Um das "trocken werden" ranken sich diverse Mythen und viele Theorien. Letztendlich wird jedes Kind trocken, manchmal früher, manchmal später. Lesen Sie hier die besten Tipps von Erzieherinnen und Mütter, die beim trocken werden helfen werden.

Verwandeln Sie die Töpfchenzeit in Magie

Steigern Sie den Spaßfaktor beim Töpfchentraining. Kleben Sie einen „magischen“ Aufkleber auf den Boden des Töpfchens. Lassen Sie Ihr Kind in das Töpfchen pinkeln und lassen Sie es dann zusehen, wie ein Bild von einem Zug, einer Blume, einem Feuerwehrauto oder einem Schmetterling erscheint! Nachdem Sie das Töpfchen geleert, gereinigt und getrocknet haben, verschwindet das Bild. Diese Aufkleber sind bis zu sechs Wochen lang immer wieder verwendbar. Zu schön, um wahr zu sein? Wir haben es an einem ehemals widerwilligen Töpfchentraining-Aspiranten, dem 2-jährigen Jakob Schröder, getestet. Er ruft jetzt „Eisenbahn“, wenn es er merkt, dass er aufs Töpfchen muss. 

Geduld ist eine Tugend - auch beim trocken werden

Als ich dachte, meine Tochter sei bereit fürs Töpfchen (etwa 26 Monate), gingen wir alle 10 Minuten auf die Toilette – auch wenn wir unterwegs waren. Wir arbeiteten langsam bis zu 15 Minuten, 20 Minuten usw., und nach ein oder zwei Tagen konnte sie alleine pullern. Das Große Geschäft war eine andere Sache – da musste ich sie mit M&M’s bestechen!

-Annika Dach, Lörrach

Mein Sohn meisterte das Pinkeln ins Töpfchen ziemlich schnell, aber das aa-machen erforderte einige zusätzliche Anstrengungen. Zuerst mussten wir auf seine „Signale“ achten, um zu sehen, dass er versucht sein Großes Geschäft zu machen und ihn dann schnell auf die Toilette zu setzen. Weil es immer eine Weile gedauert hat (manchmal mehr als eine halbe Stunde), haben wir angefangen ihm vorzulesen, um das Warten angenehmer zu machen. Der Schlüssel bei der Sauberkeitserziehung ist Geduld, Geduld, Geduld.

-Martina Lange, Frankfurt

Seien Sie nicht frustriert, wenn die Dinge lange dauern. Töpfchentraining kann bis zu einem Jahr dauern. Das sagt zumindest eine Studie von der medizinischen Hochschule von Wisconsin, in Milwaukee. „Die beiden großen Überraschungen sind, dass die Reinlichkeitserziehung nicht schnell und nicht einfach ist“, sagt Dr. O’Brien. „Zuerst müssen sich mehrere Entwicklungsbereiche zusammenschließen. Das Kind muss gut kommunizieren, sich seiner körperlichen Gefühle bewusst sein und verstehen, wie viel Zeit es braucht, um dorthin zu gelangen.“

 

Die nackte Wahrheit

 

Sobald sich meine Kinder für das Töpfchen-Konzept interessierten (etwa mit 2 bis 2 1/2 Jahren) ließen wir sie vor dem Baden nackt herumlaufen und ermutigten sie, das Töpfchen zu benutzen. Dann ließ ich sie zu Hause für längere Zeit ohne Windel herum laufen (wenn sie nichts an hatten, gingen sie stets aufs Töpfchen, wenn sie mussten). Nachdem sie den nackten Töpfchengebrauch gemeistert hatten, versuchten wir es mit Klamotten (zuerst nur Unterwäsche, dann schließlich die gesamte Kleidung). Diese Methode war sehr sanft mit sehr wenigen „Unfälle“.

-Nadja Walker, Weissenburg

Timing ist alles - auch bei der Sauberkeitserziehung

Sehnst Du schon den Tag herbei, an dem Dein Kind trocken ist? Hast du vielleicht schon ein paar weniger erfolgreiche Versuche hierzu gestartet?

Eines hören wir immer wieder: Dein Kind muss dafür bereit sein. Und keine Sorge, das wird eines Tages so sein. „Kein Kind wird die Fahrschulprüfung in Windeln machen“, sagt Anja Jankowski, dreifache Mutter aus Stuttgart. „Wenn Du der Meinung bist, Dein Kind solle endlich trocken werden und es ist noch nicht so weit, baust Du einen enormen Druck auf, der keinem gut tut“. Sobald Sie überzeugt sind, dass Ihr Kind bereit ist, die Windeln wegzulassen (achten Sie auf kleine Hinweise, wie z.B. ein starkes Interesse am Badezimmer ), beginnen Sie mit der Sauberkeitserziehung und dann werden sie auch erfolgreich sein.

Bestechung und Bestechlichkeit

Zwei Worte: Mini M&M’s! Versprich mir, dass jedes Mal, wenn Dein Kind aufs Töpfchen geht, sie zwei oder drei davon bekommt. Jetzt verspreche ich Dir, dass das wunderbar klappen wird.

– Fried Sachse, Konigswinter

Ich empfehle Bestechungen von ganzem Herzen als Töpfchen-Trainingsmotivation: Wir hatten ein kleines Sparschweinchen im Bad und belohnten jeden Erfolg (5 Cent für Pipi, 10  Cent fürs Große Geschäft). Unsere Tochter war begeistert – sie schüttelte das Schweinchen mit strahlenden Augen und bemerken, wie schwer es wurde. Als sie dann schließlich trocken war, nahmen wir das Geld, tauschten es in 1 EUR Münzen und sie durfte dafür Fahrgeschäfte auf der Kirmes fahren.

– Lisa Pfeffer, Heidelberg

 

Lass das Papa machen

Nach ein paar gescheiterten Versuchen, versuchte ich eine neue Technik, während Mama mit ihren Freundinnen das Wochenende weg war. Wir bedeckten die Couch und die Stühle mit Plastiktüten und kauften dem Kleinen Boxershorts – genau wie die von Papa.

Wir verbrachten das Wochenende in Unterwäsche und T-Shirts und machten jede Stunde ein Spiel, um zu sehen, wer auf die Toilette gehen konnte. Es gab nur sehr wenige Unfälle und dieses Wochenende mit dem Kleinen ist eine meiner schönsten Erinnerungen.

– Maximilian Kolbe, Freiburg

 

Loben, loben, loben

Ich habe von all den Tricks und Ideen gelesen – Aufkleber, Bestechung mit Spielzeug, spezielle Unterhosen. Aber du musst etwas wählen, das zu deinem Erziehungsstil passt. Ich habe mein Kind nie für etwas belohnt und wollte bei der Sauberkeitserziehung auch nicht anfangen.

Was funktionierte: Viel ungeteilte Aufmerksamkeit, positive Verstärkung, Liebe, Zuneigung und Stolz, wenn meine Kinder erfolgreich waren. Die kleinen Schritte waren entscheidend.

– Diane Hund, Delmenhorst

 

 

Ich habe keine speziellen Sachen benutzt – keine Kindertoiletten, keine Töpfchenringe oder sonstiges. Die Kita meiner Kleinen hielt das für nutzlos und man erwartete, dass wir uns an deren Vorgaben halten.

Mir wurde empfohlen die Kleine (sie war etwa 2 1/2) auf unsere normale Toilette zu setzen, wenn ich dachte, dass sie müsste. Nach einer Woche und viel „Ja! das hast Du toll gemacht“ und „Klasse, Du hast Pipi gemacht!“ war sie trocken und das mit wenig Unfällen. Ich denke aber auch, dass sie das Alter dazu hatte.

-Sandra Gordon; Weston, Connecticut.